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Impuls Nachhaltigkeitsforschung: Nachhaltige Entwicklung und ökonomisches Denken

Impuls Nachhaltigkeitsforschung: Nachhaltige Entwicklung und ökonomisches Denken Banner

Datum

9. September 2026
18:30 Uhr – 21:00 Uhr

Veranstaltungsort

Raum 152
Stockwerk F
Gebäude KO2
Karl-Schmid-Strasse 4
8006 Zürich
Webseite  ·  Google Maps

Veranstalter

Universität Zürich, Sustainability Hub
leber.at@domain.sustainability.uzh.ch  ·  Webseite

Beschreibung

Für die gesellschaftliche Transformation zu einer Nachhaltigen Entwicklung bleibt zunehmend weniger Zeit und der Umfang erforderlicher Veränderungen nimmt zu. Diese in weiten Teilen zu beobachtende Nicht-Nachhaltigkeit stellt die Wissenschaft, und hier besonders die Ökonomie, vor Herausforderungen. Die ökologische Ökonomin Prof. Dr. Sigrid Stagl plädiert für eine neue Perspektive.

Die Klimakrise ist längst kein abstraktes Zukunftsszenario mehr, sondern ein zentraler ökonomischer Risikofaktor der Gegenwart: Durch den Klimawandel verstärkte El-Niño-Ereignisse treiben Extremwetterlagen, Ernteausfälle und damit Lebensmittelpreise in die Höhe und legen die Verwundbarkeit globaler Lieferketten offen. Hinzu kommen geopolitische Risiken, die aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern erwachsen: Sie macht Volkswirtschaften erpressbar, setzt sie Preisschocks auf globalen Energiemärkten aus und bindet sie an instabile Liefer- und Machtkonstellationen.

Zugleich manifestieren sich klimabedingte Finanzrisiken auf allen Ebenen: Öffentliche Budgets werden durch Katastrophenschäden, Anpassungskosten und steigende Versicherungslasten zunehmend belastet, während Investor*innen mit der Entwertung fossiler Vermögenswerte konfrontiert sind.

Ökonomische Analysen zeigen mit wachsender Deutlichkeit, dass die Kosten des Nichthandelns jene ambitionierter Klimapolitik um ein Vielfaches übersteigen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich nicht länger die Frage, ob wir uns Klimaschutz leisten können – vielmehr wird klar, dass Klimaschutz die Voraussetzung für eine krisenfeste, systemisch effiziente, resiliente und faire und damit letztlich erfolgreiche Wirtschaft ist. Nachhaltige Entwicklung ist somit kein Gegensatz zu ökonomischem Erfolg, sondern dessen Fundament.

In ihrem Vortrag illustriert die ökologische Ökonomin Sigrid Stagl diese Zusammenhänge anhand zweier Systeme, die für Versorgungssicherheit und Preisstabilität von zentraler Bedeutung sind: des Ernährungs- und des Energiesystems.


18.30 Uhr Begrüssung, Dr. Jeannette Behringer, Verantwortliche Nachhaltige Entwicklung in Forschung und Lehre, Sustainability Hub UZH

18.40 Uhr Keynote: Ökonomischer Erfolg braucht Nachhaltige Entwicklung, Prof. Dr. Sigrid Stagl, Wirtschaftsuniversität Wien

19.15 Uhr Diskussion im Plenum

20.00 Uhr Ende der Veranstaltung; anschl. Apéro, Gespräche und Vernetzung

 

Prof. Dr. Sigrid Stagl, Wirtschaftsuniversität Wien (WU), ist eine der renommiertesten Forscher*innen auf dem Gebiet der Ökologischen Ökonomie mit den Forschungsschwerpunkten ökologisch-ökonomische Modellierung, Methodenentwicklung partizipativer Entscheidungsprozesse sowie empirische Analysen von Energie- und Nahrungsmittelsysteme.

Seit 2008 ist sie Professorin am Department für Sozioökonomie der WU. Davor forschte und lehrte Sigrid Stagl an der University of Leeds und University of Sussex (2001-2009). Nach dem Diplomstudium an der WU Wien absolvierte sie ihr PhD Studium am Department of Economics at Rensselaer Polytechnic Institute, Troy, New York, wo ihr weltweit das erste Doktorat in Ecological Economics verliehen wurde.

Für mehr als ein Jahrzehnt war sie in der Governance der European Society for Ecological Economics (ESEE) tätig. An der WU gründete sie 2014 das Institute for Ecological Economics. Derzeit ist sie Leiterin des Kompetenzzentrums für Sustainability Transformation and Responsibility an der WU Wien, Leiterin des Institute for Ecological Economics und Ko-Leiterin des neuen Research Clusters Energie an der WU Wien.

Derzeit ist sie außerdem Mitglied des Generalrates der Oesterreichischen Nationalbank, der Task Force Kreislaufwirtschaft der österreichischen Bundesregierung, des österreichischen Biodiversitätsrates sowie des wissenschaftlichen Beirats der Europäischen Umweltagentur.

Für ihre herausragende Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Öffentlichkeit wurde sie vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist*innen zur "Wissenschafterin des Jahres 2024" gewählt.

 

Das Referat wird in deutscher Sprache gehalten, die Diskussionen werden in deutscher und englischer Sprache stattfinden.

Foto: Nattanan Kanchanaprat via Pixabay

Kurzlink: ema.uzh.ch/REC4M

Anmeldung

  • Impuls Nachhaltigkeitsforschung: Nachhaltige Entwicklung und ökonomisches Denken (1 bis 3 Personen)

    (Einlass: 18:15 Uhr)

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